Kombinationsmarke: das flexibelste Logo-System
Eine Kombinationsmarke verbindet ein grafisches Symbol (Bildmarke) mit dem typografisch gestalteten Unternehmensnamen (Wortmarke) zu einem gemeinsamen Logo-System. Beide Elemente sind aufeinander abgestimmt – in Proportion, Gewicht, Farbe und Stil – und können gemeinsam wie auch einzeln eingesetzt werden.
Die Kombinationsmarke ist in der Praxis die am häufigsten verwendete Logo-Form im Markendesign und bietet die größte Flexibilität über verschiedene Medien und Formate hinweg.
Aufbau und Varianten
Bei einer Kombinationsmarke gibt es in der Regel mehrere definierte Varianten, die je nach Kontext eingesetzt werden:
- Horizontale Variante: Symbol und Schriftzug nebeneinander – die häufigste Standardvariante für Website-Header, Briefpapier und Präsentationen
- Vertikale Variante: Symbol über oder unter dem Schriftzug – für quadratische Formate und bestimmte Printanwendungen
- Symbol allein: Für kleine Formate (App-Icon, Favicon, Profilbild) oder Kontexte, in denen die Marke bereits bekannt ist
- Schriftzug allein: Für Kontexte, in denen das Symbol nicht reproduzierbar ist (z. B. einfarbige Stempel oder Prägungen)
Welche Variante wann einzusetzen ist, wird in den Brand Guidelines verbindlich geregelt – inklusive Schutzzone und Mindestgrößen für jede Variante.
Stärken der Kombinationsmarke
Die Kombinationsmarke vereint die Stärken beider Logo-Typen: Der Schriftzug sorgt für sofortige Lesbarkeit und Namensvermittlung, das Symbol für Wiedererkennung auch ohne Text. Das macht sie besonders flexibel – von der Visitenkarte bis zum App-Icon, von der Fahrzeugfolierung bis zum Social-Media-Profilbild.
Für viele Unternehmen ist die Kombinationsmarke die beste Wahl, weil sie in der Anfangsphase durch den Schriftzug Orientierung gibt und das Symbol langfristig als eigenständiges Zeichen etabliert werden kann.
Gestaltungsprinzipien
Symbol und Schriftzug müssen gestalterisch zusammenpassen. Häufige Fehler:
- Symbol und Typografie harmonieren nicht in Gewicht oder Stil
- Die Proportionen zwischen Symbol und Schriftzug sind nicht ausgewogen
- Varianten wurden nachträglich zusammengesetzt statt als System entwickelt
Ein professionell entwickeltes Kombinationslogo entsteht immer als Einheit – beide Elemente werden gemeinsam konzipiert, nicht separat und dann kombiniert.
Abgrenzung zu anderen Logo-Typen
- Wortmarke: Kein grafisches Symbol – nur der Schriftzug. Einfacher, aber weniger flexibel.
- Bildmarke: Kein Schriftzug – nur das Symbol. Erfordert eine hohe Markenbekanntheit, damit das Symbol allein funktioniert.
Technische Anforderungen
Alle Varianten einer Kombinationsmarke müssen als saubere Vektordateien vorliegen und auf verschiedenen Hintergründen funktionieren. Primär- und Sekundärfarben werden für alle Varianten definiert, ebenso einfarbige und invertierte Versionen.
Die vollständige technische Dokumentation – Farbwerte, Schriften, Schutzzone, Anwendungsbeispiele – ist Bestandteil der Brand Guidelines.
Fazit
Die Kombinationsmarke ist für die meisten Unternehmen die sinnvollste Logo-Lösung, weil sie maximale Flexibilität mit klarer Namensvermittlung verbindet. Voraussetzung ist, dass Symbol und Schriftzug als System entwickelt werden – nicht als zwei Elemente, die nachträglich zusammengefügt wurden. Wie das im Rahmen eines professionellen Markendesigns funktioniert, erklären wir gerne im persönlichen Gespräch.
