Was ist Conversion Tracking?
Conversion Tracking ist das Herzstück jeder datenbasierten Online-Marketing-Strategie. Es misst Nutzeraktionen auf einer Website, die Sie als Conversion definieren, zum Beispiel:
- Kauf im Shop
- Kontaktanfrage oder Terminbuchung
- Newsletter-Anmeldung
- Download eines Dokuments
- Klick auf eine wichtige Aktion (Micro-Conversion)
Damit wird sichtbar, welche Kanäle, Kampagnen oder Seiten wirklich Ergebnisse liefern, statt nur Klicks oder Reichweite.
Warum Conversion Tracking so wichtig ist
Ohne Conversion Tracking können Sie den Erfolg von Marketingmaßnahmen kaum belastbar bewerten. Typische Vorteile:
- Budget dorthin verschieben, wo echte Conversions entstehen
- Kampagnen auf Qualität statt nur auf Traffic optimieren
- Funnels und Abbrüche verstehen (wo steigen Nutzer aus?)
- bessere Entscheidungen bei Website- und Landingpage-Optimierung
- Vergleichbarkeit zwischen SEO, Ads, Social und Newsletter
Praxis: Viele Konten wirken „profitabel“, bis man misst, welche Leads wirklich qualifiziert sind. Tracking ist die Grundlage, um das sauber zu trennen.
Welche Arten von Conversions gibt es?
Macro-Conversions
Das sind die Hauptziele, die direkt mit Umsatz oder Leads verbunden sind:
- Kaufabschluss
- Anfrage abgesendet
- Termin gebucht
- Registrierung abgeschlossen
Micro-Conversions
Das sind Zwischenschritte, die oft gute Frühindikatoren sind:
- Klick auf „Preise“
- Scroll bis zu einem wichtigen Abschnitt
- Klick auf Telefonnummer oder E-Mail
- Start eines Formulars (ohne Submit)
Micro-Conversions sind hilfreich, wenn Macro-Conversions selten sind oder wenn Sie früher erkennen möchten, ob eine Änderung wirkt.
So funktioniert Conversion Tracking technisch
Im Kern besteht Conversion Tracking aus drei Bausteinen:
- Definition der Conversion: Welche Aktion zählt, und wann gilt sie als erreicht?
- Erfassung auf der Website: Event oder Tag wird ausgelöst, wenn die Aktion passiert.
- Weitergabe an Tools: Die Daten landen in Analytics und Werbeplattformen.
Events, Tags und Pixels kurz erklärt
- Tag: ein Code-Snippet, das Daten sendet
- Pixel: oft ein Tag, das beim Laden oder bei einem Event feuert
- Event: ein konkreter Messpunkt, z. B.
form_submit,purchase,call_click
In der Praxis läuft das häufig über einen Tag Manager, damit Änderungen nicht jedes Mal einen Code-Deploy brauchen.
Tracking Setup: Was Sie vorab sauber klären sollten
Conversion Definition
- Was genau zählt als Conversion?
- Gibt es Qualitätskriterien? (z. B. Mindestwert, bestimmte Produktkategorie)
- Wie vermeiden Sie Doppelzählungen? (z. B. Reload der Danke-Seite)
Attribution und Kanalbewertung
Damit Kampagnen richtig bewertet werden, brauchen Sie Klarheit über:
- Welche Attribution wird genutzt? (z. B. data-driven, last click)
- Welche Kanäle sollen verglichen werden?
- Welche Conversions gehen an Ads, welche an SEO?
Consent und Datenschutz
Conversion Tracking muss zum Datenschutz-Setup passen. Wichtig ist:
- Consent-Banner und Consent Mode (je nach Tool und Setup)
- keine Messung, bevor die Zustimmung vorliegt (wenn erforderlich)
- saubere Dokumentation der eingesetzten Dienste
Häufige Fehler im Conversion Tracking
Danke-Seite wird mehrfach gezählt
Wenn die Conversion nur über eine URL getrackt wird, kann Reload oder Zurück-Button zu Doppelzählungen führen. Besser: Event-basiertes Tracking mit Schutz gegen Mehrfachauslösung.
Falsche oder fehlende Parameter
Beispiele:
- kein Conversion-Wert bei Käufen
- Währung fehlt oder ist falsch
- Transaktions-ID fehlt (führt zu Duplikaten)
Nicht zwischen Lead und qualifiziertem Lead unterscheiden
Ein Formular-Submit ist nicht automatisch ein guter Lead. Häufig lohnt sich:
- zusätzliche Events für Qualifikation (z. B. „Lead qualifiziert“ aus CRM)
- Offline Conversion Import (Ads werden dann auf echte Ergebnisse optimiert)
Tracking misst, aber niemand nutzt es
Tracking ist nur wertvoll, wenn es in Reports und Entscheidungen landet:
- klare KPIs pro Kanal
- regelmäßige Checks auf Datenqualität
- definierte Verantwortlichkeiten
Checkliste: Conversion Tracking richtig aufsetzen
- Conversions klar definiert (Macro und optional Micro)
- Events sauber benannt und dokumentiert
- Doppelzählungen ausgeschlossen
- Consent und Datenschutz berücksichtigt
- Tests durchgeführt (Debug-Mode, Echtzeitberichte)
- wichtige Parameter gesetzt (Wert, Währung, ID)
- Reporting und Verantwortlichkeiten festgelegt
Beispiel: Event-Tracking für ein Formular (Snippet)
<form id="kontaktformular">
<!-- Felder -->
<button type="submit">Anfrage senden</button>
</form>
<script>
document.getElementById("kontaktformular")?.addEventListener("submit", () => {
window.dataLayer = window.dataLayer || [];
window.dataLayer.push({
event: "form_submit",
form_name: "kontaktformular"
});
});
</script>
Hinweis: In echten Projekten sollte geprüft werden, ob das Event nur bei erfolgreichem Submit ausgelöst wird und ob Consent vorliegt.
Fazit
Conversion Tracking macht Marketing messbar. Es zeigt, welche Kanäle und Kampagnen wirklich Conversions liefern, wo Nutzer im Funnel abspringen und wo Optimierung den größten Effekt hat. Wenn Definition, Datenschutz, Datenqualität und Auswertung sauber gelöst sind, wird Tracking zur Grundlage für bessere Entscheidungen und effizientere Budgets.
