Was ist eine Bildmarke

Eine Bildmarke ist ein Logo, das ausschließlich aus einem grafischen Symbol oder Icon besteht – ohne den ausgeschriebenen Unternehmensnamen.

Bildmarke: das Symbol steht allein

Eine Bildmarke ist ein Logo, das ausschließlich aus einem grafischen Symbol oder Icon besteht – ohne den ausgeschriebenen Unternehmensnamen. Das Symbol soll eigenständig erkannt und der Marke zugeordnet werden können, ohne erklärenden Schriftzug.

Die Bildmarke ist einer von drei grundlegenden Logo-Typen im Markendesign, neben der Wortmarke und der Kombinationsmarke.

Gegenständlich oder abstrakt

Eine Bildmarke kann auf zwei grundlegende Arten gestaltet sein:

Gegenständliche Bildmarken zeigen ein erkennbares Objekt, Tier oder Element mit inhaltlicher Verbindung zur Marke. Die Gefahr: ein zu naheliegendes Symbol wirkt generisch und ist schwer zu schützen.

Abstrakte Bildmarken verwenden geometrische oder frei gestaltete Formen ohne direkten inhaltlichen Bezug. Die Bedeutung wird nicht erklärt, sondern durch konsequente Verwendung aufgebaut. Das erfordert Zeit und Konsequenz – ermöglicht dafür ein hohes Maß an Eigenständigkeit und Schutzfähigkeit.

In beiden Fällen muss das Symbol über alle Größen, Farben und Hintergründe hinweg funktionieren – vom Favicon bis zum Messebanner.

Stärken der Bildmarke

Bildmarken haben den Vorteil, sprachunabhängig zu funktionieren. Sie sind international einsetzbar, ohne Übersetzung oder kulturelle Anpassung. In kleinen Formaten – App-Icon, Favicon, Profilbild – wirken sie oft stärker als ein Schriftzug.

Die Markenpersönlichkeit lässt sich durch Form, Stil und Farbgebung des Symbols direkt transportieren. Organische Formen wirken anders als geometrische, runde anders als eckige.

Wann eine Bildmarke sinnvoll ist

  • Wenn die Marke bereits bekannt ist und das Symbol für sich allein stehen kann
  • Für international eingesetzte Marken ohne sprachliche Barrieren
  • Als Teil einer Kombinationsmarke, die flexibel eingesetzt wird
  • Für Bereiche, in denen Platz begrenzt ist: App-Icons, Sticker, Merchandise, Stempel

Wann eine reine Bildmarke problematisch ist

Eine reine Bildmarke setzt voraus, dass das Symbol durch langfristige und konsequente Verwendung mit der Marke verknüpft wird. Bei wenig bekannten Unternehmen oder in der Anfangsphase kann ein Symbol ohne Schriftzug schwer einzuordnen sein. In solchen Fällen ist eine Kombinationsmarke die sinnvollere Wahl – sie nutzt das Symbol, gibt aber durch den Schriftzug sofort Orientierung.

Abgrenzung zu anderen Logo-Typen

  • Wortmarke: Besteht ausschließlich aus dem typografisch gestalteten Unternehmensnamen – kein Symbol.
  • Kombinationsmarke: Verbindet Bildmarke und Wortmarke zu einem flexiblen Logo-System.

Technische Anforderungen

Eine Bildmarke muss in verschiedenen Formaten und auf verschiedenen Hintergründen funktionieren. Die Brand Guidelines legen fest, welche Varianten existieren (z. B. Vollfarbe, einfarbig, weiß auf Dunkel), welche Schutzzone einzuhalten ist und welche Mindestgröße nicht unterschritten werden darf.

Fazit

Eine Bildmarke ist dann stark, wenn sie eigenständig ist, auf allen Formaten funktioniert und durch konsequenten Einsatz zum eigenständigen Wiedererkennungszeichen wird. Ob eine reine Bildmarke oder eine Kombinationsmarke sinnvoller ist, hängt von Bekanntheit, Einsatzbereichen und Kommunikationsstrategie ab – und wird im Rahmen eines professionellen Markendesigns strategisch entschieden.

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