Onlineshop erstellen lassen in München: Was es kostet

TL;DR – Kurze Antwort für eilige Inhaber
Ein professioneller Onlineshop mit bis zu 100 Produkten kostet bei einem Freelancer in München realistisch zwischen 5.000 und 12.000 Euro. Der größte Kostentreiber ist selten das Design, sondern die Anzahl der Produkte, die Zahlungs- und Versandregeln und die rechtlichen Pflichttexte. Für viele Betriebe ist die ehrlichere Antwort trotzdem: noch kein eigener Shop, sondern erst eine Website, die Anfragen bringt.
Warum ist ein Onlineshop teurer als eine normale Website?
Der Unterschied wirkt von außen klein, im Aufwand ist er es nicht. Eine Unternehmenswebsite zeigt Informationen. Ein Shop wickelt Geschäfte ab, und alles daran muss rechtlich und technisch sitzen.
Dahinter stecken konkrete Arbeitsschritte, die bei einer Website komplett wegfallen: eine Produktdatenbank anlegen und pflegbar machen, Zahlungsanbieter einbinden und testen, Versandkostenregeln nach Gewicht oder Zone konfigurieren, Steuersätze hinterlegen, Bestellbestätigungen automatisieren und die Pflichtangaben zu Widerruf, AGB und Datenschutz sauber einbauen. Jeder dieser Punkte ist eine potenzielle Fehlerquelle, und Fehler sind hier teuer.
Als Freelancer, der Websites und Shops für Betriebe aus München und dem Landkreis baut, sage ich Interessenten deshalb früh, worauf sie sich einlassen. Ein Shop ist keine größere Website. Er ist ein zweites Geschäft neben dem bestehenden.
Was kostet ein Onlineshop in München konkret?
Für einen Shop mit bis zu 100 Produkten, eingerichteter Zahlungsabwicklung und rechtlichen Texten liegen realistische Preise bei einem Freelancer zwischen 5.000 und 12.000 Euro (vollständige Preisübersicht). Die Spanne ist groß, und das hat Gründe.
Nach oben treiben den Preis vor allem drei Dinge: viele Produktvarianten wie Größen und Farben, eine Anbindung an vorhandene Warenwirtschaft oder Kasse, und individuelle Prozesse wie Staffelpreise für Geschäftskunden. Nach unten geht es, wenn Sie ein überschaubares Sortiment haben, mit einem soliden Standard-Design leben können und die Produkttexte selbst schreiben.
Dazu kommen laufende Kosten, die viele im ersten Angebot übersehen: Hosting und Wartung, Gebühren des Zahlungsanbieters pro Transaktion, bei manchen Systemen eine monatliche Lizenz. Rechnen Sie mit einem dreistelligen Betrag pro Monat, bevor Sie den ersten Euro verdient haben.
Shopify, WooCommerce oder Shopware, was passt?
Es gibt hier keine allgemein beste Antwort, sondern nur eine passende zu Ihrem Betrieb.
Shopify ist am schnellsten startklar und nimmt Ihnen Updates, Hosting und Sicherheit komplett ab. Dafür zahlen Sie monatlich und sind an das System gebunden. Sinnvoll, wenn Sie zügig verkaufen wollen und keine Lust auf technische Pflege haben.
WooCommerce setzt auf WordPress auf und ist flexibel, wenn Sie ohnehin schon eine WordPress-Website betreiben. Der Haken: Sie sind für Updates und Sicherheit selbst verantwortlich, und ein Shop ist ein deutlich lohnenderes Ziel für Angriffe als eine Visitenkarten-Website (warum das ernst zu nehmen ist).
Shopware lohnt sich erst bei größeren Sortimenten oder besonderen Anforderungen im B2B-Geschäft. Für einen Betrieb mit 40 Produkten ist es überdimensioniert.
Wer Ihnen ohne Rückfragen zu Ihrem Sortiment und Ihren Abläufen sofort ein System empfiehlt, verkauft Ihnen das, was er am liebsten baut.
Wann lohnt sich ein Onlineshop nicht?
Diese Frage stelle ich in Erstgesprächen regelmäßig, und die ehrliche Antwort spart manchem Interessenten fünfstellige Beträge.
Ein Shop lohnt sich meist nicht, wenn Ihre Produkte erklärungsbedürftig sind und ohnehin ein Gespräch brauchen, wenn Sie sehr wenige, dafür hochpreisige Aufträge machen, oder wenn Ihr Sortiment stark schwankt und die Pflege im Alltag liegen bleiben würde. Ein Shop, dessen Produkte seit acht Monaten nicht aktualisiert wurden, schadet dem Eindruck mehr, als er einbringt.
In diesen Fällen bringt eine Website mit klarem Anfrageprozess oft deutlich mehr Umsatz pro investiertem Euro. Verkaufen können Sie dann immer noch, nur eben im Gespräch statt über einen Warenkorb.
Wie finden Kunden aus München meinen Shop überhaupt?
Ein Shop ohne Sichtbarkeit ist ein Laden in einer Seitenstraße ohne Schild. Anders als bei einer lokalen Dienstleistung konkurrieren Sie hier nicht nur mit Anbietern aus München, sondern potenziell bundesweit, und das ändert die Rechnung deutlich.
Realistisch aussichtsreich sind zwei Wege. Erstens ein Sortiment mit klarer Nische, wo Sie für spezifische Suchbegriffe ranken können statt für umkämpfte Allgemeinbegriffe. Zweitens der lokale Bezug, wenn Sie neben dem Versand auch Abholung vor Ort oder Beratung anbieten (wie lokale Sichtbarkeit funktioniert).
Planen Sie Sichtbarkeit von Anfang an ein, nicht als Nachgedanken. Ein Shop, der erst nach dem Launch für Suchmaschinen aufbereitet wird, kostet in der Regel doppelt.
Was sollte ich vor dem ersten Angebot geklärt haben?
Je genauer Sie diese Punkte beantworten können, desto belastbarer wird jedes Angebot, das Sie einholen:
- Wie viele Produkte, und haben diese Varianten wie Größe oder Farbe?
- Liegen Produktfotos und Texte vor, oder müssen die noch entstehen?
- Welche Zahlungsarten sollen möglich sein?
- Versenden Sie nur innerhalb Deutschlands oder auch ins Ausland?
- Gibt es eine Warenwirtschaft oder Kasse, die angebunden werden soll?
- Wer pflegt den Shop später im Alltag?
Der letzte Punkt entscheidet häufiger über Erfolg oder Misserfolg als die Wahl des Systems.
Was bekomme ich bei einer kostenlosen Beratung heraus?
In einem 30-minütigen Gespräch schaue ich mir Ihr Sortiment und Ihre Abläufe an und sage Ihnen ehrlich, ob sich ein eigener Shop für Sie rechnet oder ob Ihr Geld woanders besser aufgehoben ist. Kein Verkaufsgespräch, keine Standardpräsentation.
👉 Kostenlose Beratung vereinbaren. Ich melde mich innerhalb von 24 Stunden.
Weiterführend: Was Websites und Shops in München realistisch kosten, lesen Sie in Was kostet eine Website in München?. Und warum ein Shop auf WordPress besondere Aufmerksamkeit bei der Sicherheit braucht, erkläre ich in WordPress-Sicherheitslücken.
